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Evangelische Jugend Nidda


Theo-Mobil


Mobile Jugendarbeit in Schule und Dekanat!
Fachbereichsleiter Peter Rudel, Christian Leibner (Dekanat Nidda), Susanne Eiser (Projektmitarbeiterin), Landrat Joachim Arnold, Dekan Manfred Patzelt, Bernd-Uwe Domes und Klaus Karger (Regionalmanagement Oberhessen, v.l.) bei der Übergabe des Förderbescheids für das "Theomobil". Bild: Wetteraukreis


Die Idee:

Der Arbeit mit, von und für Kinder und Jugendliche im Evangelischen Dekanat Nidda stellen sich zurzeit drei
Herausforderungen:

- Es besteht ein hoher Bedarf an Schulbezogener Jugendarbeit an den örtlichen Schulen. Dieser sollte zu einem deutlich größeren Teil gedeckt werden, als das im Moment der Fall ist.
- Viele Aktivitäten der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit des Dekanats finden in Nidda statt, doch sollten alle Gemeinden des Dekanats von der Arbeit profitieren.
- Außerschulische und Schulbezogene Jugendarbeit sollten verzahnt werden, um sich gegenseitig zu bereichern und Synergieeffekte zu nutzen.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, entstand die Idee einer mobilen Jugendarbeit. Kerngedanke ist die Anschaffung und Ausstattung eines Wohnwagens – er wird Theo heißen – und eines 9-Sitzer Kleintransporters, der zum einen in der Schulbezogenen Jugendarbeit eingesetzt werden kann, in dem er auf Pausenhöfen postiert wird, und der zum anderen in den Gemeinden des Dekanats unterwegs ist, um dort Mittelpunkt bei Veranstaltungen verschiedenster Art zu sein. Mit Theo gewinnt die Arbeit mit, von und für Kinder und Jugendliche im Dekanat ein ‚Gesicht’ und eine Anlaufstelle. Sie wird nach außen hin deutlich sichtbar und vor allem – sie wird mobil! Die Vernetzung der Schulbezogenen und Außerschulischen Jugendarbeit wird so gelingen können, denn in Schulen und den Gemeinden des Dekanats werden die Kinder und Jugendlichen Kirche wieder erkennen. Die Idee der mobilen Jugendarbeit ist eine Antwort auf sich ändernde Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen und holt sie dort ab, wo sie sich befinden: an der Schule, an ihrem Wohnort und an Orten der Freizeitgestaltung.

Die Eckpunkte:

Auf schulischer Seite wird sich das Projekt auf das Schulzentrum Nidda mit Grund-, Haupt- und Realschule sowie der Schule für Lernhilfe konzentrieren. Aufgrund des großen Einzugsgebietes können hier viele Kinder und Jugendliche erreicht werden und der Bedarf an pädagogischer Arbeit ist groß.
Beispiele konkreter Angebote in den Schulen sind folgende:
Projekte zum sozialen Lernen, Bildungs- und freizeitpädagogische Angebote im Nachmittagsbereich, Angebote in der Projektwoche, Angebote zur Begleitung des Übergangs Schule – Beruf an der Haupt- und Realschule, Pausenangebote, Angebot von Beratungs- und Gesprächszeiten für Schülerinnen und Schüler, Präventionsarbeit, Spirituelle Angebote (Pausenandachten etc.)
Der Wohnwagen Theo soll bei diesen Angeboten eine zentrale Rolle spielen. Vieles soll um ihn herum stattfinden, wenngleich aufgrund seiner begrenzten Kapazität für einige Angebote auch Räume der Schule (bzw. Kirchengemeinden) genutzt werden müssen.

Im Bereich der Außerschulischen Jugendarbeit sind folgende Aktivitäten geplant:
Begleitung einzelner Einheiten im Konfirmandenunterricht, Angebot bei Gemeinde- und Dorffesten, Mittelpunkt von Jugendtreffs, Stand bei (Jugend-)Kirchentagen, Veranstaltungen der Jugendvertretung des Dekanats, Spirituelle Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien, Elternarbeit
Kernpunkt der Außerschulischen Jugendarbeit ist die Mobilität, die wir durch das Projekt gewinnen. Für viele Kinder und Jugendliche in unserer ländlichen Region ist die eigene Mobilität ein Problem. Aus diesem Grund darf sich Jugendarbeit nicht auf regionale Zentren (wie in unserem Fall Nidda) beschränken, sondern muss auch in kleinen Gemeinde präsent sein. Das wollen wir durch Theo erreichen. Wir machen Jugendarbeit auf dem Land!

5 schlagkräftige Argumente für Theo

- Theo geht dort hin, wo die Kinder und Jugendlichen sind. In die Schulen. In die Dörfer. Das ist notwendig in unserer ländlichen Region.
- Mit Theo lernt man anders. Hier sind Freiwilligkeit, Interesse, Prozessoffenheit, Partizipation und Subjektorientierung wichtig.
- Theo bildet umfassend. Von freizeitpädagogischen Maßnahmen über Themenangebote und Spiritualität bis hin zum Sozialen Lernen.
- Theo hilft. Der Wohnwagen bietet eine geschützte Atmosphäre für Kinder und Jugendliche, die Sorgen haben.
- Theo unterstützt Schulen in ihrem pädagogischen Auftrag. Das ist wichtig, wie aktuelle Studien belegen (PISA, Bildungschancen, Integration)

Hier findest Du einen Artikel vom Kreis-Anzeiger vom 19.02.2010